Die Ocicat

Die Ocicat stammt aus den USA. Ihren Namen verdankt sie dem getupften Fell, das an den Ozelot erinnert. Dennoch ist sie genetisch frei von jeder Verwandtschaft mit Wildkatzen. Für die Zucht wurden ursprünglich Abessinier und Siamesen gekreuzt, später kamen American Shorthair dazu.
Die Rasse gilt als sehr gesellig, Ocicats vertragen sich ausgezeichnet mit anderen Katzen und sogar mit Hunden. Mit dem Zugang zu einem Außenbereich können sie ihren Bewegungsdrang optimal befriedigen.
Die Ocicat ist in den USA seit 1987, in Deutschland seit 1991 als Rasse anerkannt.

Die Ocicat – eine elegante Athletin mit einem Touch Wildkatze

Ihr athletischer Körperbau und die kraftvollen mittellangen Beine mit kompakten Pfoten und festen Zehen lassen nicht ahnen, wie geschmeidig und grazil sie sich bewegt. Ihre Sprunggewalt ist beeindruckend – du wirst es erst glauben, wenn du gesehen hast, wie hoch sie springen kann.
Typisch für den Körperbau der Ocicat sind ein tiefer Brustkorb mit leicht gewölbten Rippen und ein waagerechter, leicht nach hinten ansteigender Rücken. Ihr beringter Schwanz ist ziemlich lang und verjüngt sich zur Spitze hin nur leicht. Die Spitze sollte seine dunkelste Stelle sein.
Ihr leicht keilförmiger Kopf mit ausgeprägten Wangen und starkem Kinn erinnert an die Siamkatze in ihr. Sie schaut dich mit weit auseinander stehenden Mandelaugen – in jeder Farbe außer Blau – freundlich an. Große bis mittelgroße, permanent auf halb acht stehende Ohren vermitteln ständige Aufmerksamkeit.
Das kurze, dichte und glatte Fell der Ocicat sollte seidig glänzen. Es gibt sie in den Grundfarben Schwarz, Chocolat, Blue, Lavender, Fawn und Cinnamon, jeder der Farbtöne kommt sowohl in reiner Form wie als Silbervariante vor. Die Tupfer, denen sie ihren Namen verdankt, heben sich gut von der Grundfarbe ab. Sie haben die Größe eines Daumenabdrucks, verlaufen am Rücken regelmäßig und an den Seiten sowie am Bauch ziemlich willkürlich. Die M-Zeichnung über den Augen verstärkt das Wildkatzen-Image. Die Ocicat wird etwas größer als eine Hauskatze. Ein weibliches Tier wiegt 4 bis 5 Kilo, ein Kater sollte nicht mehr als 7 Kilo auf die Waage bringen.

Ocicats empfehlen sich als temperamentvolle Hausgenossen mit Charakter

Mit einer Ocicat kommt viel Leben ins Haus. Die Katzen sind temperamentvoll und gesprächig wie Siamkatzen, kontaktfreudig und anpassungsfähig wie Abessinier. Sie ziehen mit ihren „Geplauder“, mit höchst kreativen Streichen und neuen Kunststückchen gern die Aufmerksamkeit ihres Menschen auf sich. Deine Zuwendung belohnen sie mit vielen Schmuseeinheiten und bezaubernder Anhänglichkeit.
Gibst du ihr ausreichend Gelegenheit, ihren ausgeprägten Bewegungsdrang, ihren Entdecker-Instinkt sowie ihrer Leidenschaft fürs Jagen und Klettern auszuleben, lernst du sie als entspannte und ausgeglichene Katze kennen.

Unkompliziert und gesellig – die Ocicat macht dir die Haltung und Pflege leicht

Ocicats sind sehr soziale Tiere, allein sein macht sie todunglücklich. Sie brauchen Gesellschaft und viel Leben um sich herum, eignen sich also hervorragend als Familienkatzen. Neben ihren Menschen lieben sie das Leben mit anderen Katzen, freunden sich aber auch mit Hunden an. Die Katzen bauen eine enge Beziehung zu ihrem Halter auf. Sie hören schon bald auf ihren Namen und lassen sich sogar an der Leine spazieren führen.
Ocicats halten sich gern im Freien auf. Mit dem Zugang zum Garten oder einem geschützten Freilaufgehege wirst du gleichermaßen diesem Bedürfnis wie ihrem Bewegungsdrang und der Vorliebe fürs Jagen und Klettern gerecht.

Pflege und Gesundheit

Für die Pflege deiner Ocicat musst du nicht viel Zeit aufwenden. Dank ihrem kurzen Fell reicht es, wenn du lose Haare einmal in der Woche mit einer weichen Bürste entfernst.
Den Tierarzt wird deine Katze voraussichtlich nur selten zu Gesicht bekommen, ihre Gesundheit gilt als stabil. Bis heute sind noch keine rassespezifischen Krankheiten bekannt. Wie alle Katzen sollte sie zum Schutz vor den typischen Infektionskrankheiten jährlich gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen – wenn sie sich im Freien aufhält, auch gegen Leukose und Tollwut – geimpft werden. Alles in allem kannst du dich auf rund 17 gemeinsame Jahre mit deiner Katze freuen.

Die Geschichte der Ocicat

Die Rasse verdankt ihre Existenz einem „Ausreißer“ bei der Züchtung einer Siamkatze mit Abessinier-Abzeichen im Jahr 1964 in Nordamerika. Grundsätzlich hat das wie gewünscht funktioniert. Nur ein Kater tanzte mit einem getupften Fell aus der Reihe. Weil der kleine Kerl nicht ins Konzept passte, wurde er kastriert und an Liebhaber verkauft. Die Hauskatze im Dschungel-Outfit fand wider Erwarten schnell Freunde. So wiederholte der Genetiker Dr. Clyde Keele die Verpaarung von Abessinier und Siam. Mit der späteren Einkreuzung der American Shorthair Cat wurde die Ocicat größer und konnte in mehr Farben gezüchtet werden.
In den USA wurde die Ocicat Im Jahr 1987 als Rasse anerkannt. Die deutsche Anerkennungs-Show fand 1991 in Nürnberg statt. Die Fédération Internationale Féline (FIFé), eine internationale Dachorganisation von Katzenzuchtverbänden, erkannte die Ocicat 1992 an.

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