Katzen und Kinder

Katzen und Kinder: Was muss beachtet werden

Tiere üben auf Kinder jeden Alters eine nahezu magische Anziehungskraft aus. Das gilt ganz besonders für Katzen. Die überschaubare Größe von Katzen, die Kindern keine Angst einflößt, ein weiches Fell, welches zum Streicheln des Tieres einlädt und der enorm stark ausgeprägte Spieltrieb der Katze sorgen dafür, dass zwischen Katzen und Kindern eine ganz besondere Verbindung existent ist. Und doch gibt es gerade im Zusammenspiel zwischen Katze und Kind einige Dinge zu beachten, die dafür Sorge tragen, dass dieses Verhältnis von stressfreier Freude für Kind, Katze und auch Eltern geprägt ist. Nur so ist es möglich, dass Kinder sehr frühzeitig über die Verbindung zu Katzen lernen können, mit Verantwortung gegenüber einem Haustier umzugehen. Und Menschen, die in jungen Jahren bereits an den verantwortungsvollen sowie richtigen Umgang mit Haustieren gewöhnt wurden, tun sich im fortschreitenden Alter leichter, unkomplizierten Umgang zu Mensch und Tier zu pflegen.

Wieso sind Katzen so wichtig für Kinder?

Gerade dann, wenn Kinder früh mit Haustieren umzugehen lernen und wissen, wie man Katzen richtig behandelt, zeigen diese jungen Menschen ein nicht selten besseres Kommunikations- und Sozialverhalten als gleichaltrige Kinder aus tierfreien Haushalten.

Mädchen und Katze schlafen

Wenn einige wichtige Regeln im Zusammensein von Katzen und Kindern eingehalten werden, kann das Zusammensein friedlich und stressfrei sein.

Die Katzenhaltung sorgt auch in nicht wenigen Fällen dafür, dass sich beim Kind eher selten eine Tierhaarallergie oder eine Allergie gegen Hautschuppen ausbildet. Kinder werden durch den frühen Umgang mit Katzen quasi immun gegen entsprechende Allergietypen, die weit verbreitet sind.

Zudem können gerade Katzen als eine Art hauseigener „Kinderpsychologe“ wirken. Sprechen Kinder mit dem Haustier, neigt die Katze dazu, aufmerksam zuzuhören. So kann das Kind dem Tier all seine Nöte und Sorgen bedenkenlos mitteilen – auch wenn mal ein Missgeschick passiert – denn die Katze behält es als Geheimnis für sich und plaudert es nicht aus. Das Schnurren der Katze hat auf kleine Kinder eine extrem beruhigende Wirkung und besonders Kinder, die als „zappelig“ bekannt sind, werden von der „Wirkung des Schnurrens“ profitieren. Der ausgeprägte Spieltrieb von Katzen, die Eleganz der Bewegungen und die Geschmeidigkeit des Tieres regen die motorischen Fähigkeiten der Kinder an, es der Katze nachzutun. „Ich schleiche wie eine Katze“ ist ein nicht selten gebrauchter Satz des Kindes, welches in einem Katzenhaushalt aufgewachsen ist.

Was gibt es zu beachten, leben Kinder und Katzen in einem gemeinsamen Haushalt?

Einem Kind im Vorschulalter sollten Eltern immer vermitteln, wie geht man mit einer Katze richtig um. Dabei ist es wichtig, dass die anfänglichen Begegnungen zwischen und Kind und Tier stets unter Aufsicht erwachsener Personen oder älterer Geschwister, die im Katzenumgang geübt sind, stattfinden, um bösen Überraschungen vorzubeugen.

Katzen-Knigge für Kinder

Der “Katzen-Knigge für Kinder” garantiert ein problemfreies Miteinander.

Im Umgang mit der Katze hat das Kind klare Regeln zu beachten, die auch von den Eltern ohne Kompromisse durchgesetzt werden müssen – denn auch die Katze reagiert in manchen Fällen sehr kompromisslos und nervöse Tiere fahren unter diesen Umständen bedingungslos die Krallen aus. Um zu vermeiden, dass die Katze stürmisches oder lautes Verhalten kratzend verübelt, woraus resultierend das Kind mit Angst reagieren kann, so es von der Katze blutig gekratzt wird, sichert das deutliche und kindgerecht strukturierte Regelwerk – also quasi der „Katzen-Knigge für Kinder“ – ein problemfreies Miteinander.<7p>

Katze schon im Haus und Nachwuchs stellt sich ein

Nicht selten ist die Katze schon im Haus, wenn das Neugeborene hinzukommt. Dieser Umstand bedeutet für die Katze im Regelfall Stress. Den kann man als Tierhalter in überschaubaren Grenzen halten, indem man der Katze einen Rückzugsraum bereithält. Fühlt sich die Katze durch den neuen Erdenbürger gestört, kann sie sich zurückziehen und finden etwas abseits ihre Schlafstätte, die Toilette, die Futterstelle und ihre Spielsachen. Im Grunde ist es der unkomplizierteste Weg, ist die Katze bereits im Haushalt, denn für den Fall wachsen Kind und Tier gemeinsam auf, gewöhnen sich problemlos aneinander. Erreicht das Kind das Kleinkindalter, gilt es die Katze etwas „zu schützen“. Das funktioniert problemlos mit einem Babysitter, welches den Privatbereich des Tieres „absperrt“.

Katzen müssen vor Kleinkindern geschützt werden.

Katzen müssen vor Kleinkindern geschützt werden.

So behalten Katzen ihren Rückzugsort, ohne dauerhaft vom neugieriger werdenden Kind separiert zu werden. Katzentoiletten müssen vor Kindern geschützt werden, indem sie erhöht platziert werden und sie stets mit einem Deckel verschlossen sind – sonst entsteht der „Sandkasten-Effekt“. Markieren – also klassisches Revierverhalten der Katze, getriggert durch den neuen Erdenbürger – verhindert man ganz einfach mittels Pheromonpräparaten, die das Tier beruhigen. So bleiben Kindergerätschaften frei von Katzenurin.

Soll eine Katze neu angeschafft werden, empfiehlt es sich zu warten, bis das Kind ein Alter von ungefähr drei Jahren erreicht hat. Einem Kind diesen Alters sollte man den Unterschied zwischen dem felligen Mitbewohner und seinem Spielzeug oder seinen Stofftieren bereits gut und nachhaltig erklären können.

Ältere Kinder und Katzen

Wird das Kind älter, kann es sein, dass das Interesse der Katze an ihm nachlässt. Gerade dann, wenn Kinder lauter werden, beginnen für die Katzen die Unannehmlichkeiten. Darum gilt es hier für Eltern besonders aufmerksam zu beobachten, wie ist das Verhalten untereinander. Die Katze mag es nun einmal nicht, außerhalb ihrer Spielzeiten verfolgt und „belästigt“ zu werden. Das muss dem Kind sehr früh kommuniziert werden. Ist das Kind reifer, beginnt die eigentliche Aufgabe der Katzenhalter und Eltern. Es muss erklärt werden, wie das Kind die Körpersprache der Katze zu deuten hat. Will das Tier gestreichelt werden oder ist jede Zuneigungsbekundung eher unerwünscht – das will gelernt sein. Ganz wichtig ist dabei zu beachten, dass gerade kleinere und jüngere Kinder Katzen niemals auf den Arm zu nehmen haben, bis sie alt genug sind – das obliegt der Einschätzung der Eltern – die Katze korrekt zu halten.

Kinder und Katzen – Wichtige Hinweise zum Umgang miteinander

Eltern sollten ihren Kindern frühzeitig einschärfen, das Tier unter keinen Umständen zu verfolgen, zu jagen und zu hetzen. Je früher man beginnt, dem Kind zu zeigen und vorzumachen, wie man die Katze sanft streichelt – stets mit dem Strich natürlich – desto unkomplizierter wird der Umgang. Das grobe Befummeln des Tieres muss man umgehend unterbinden, da es im Normalfall blutige Striemen der sich wehrenden Katze nach sich zieht.

Ganz elementar ist es, dass die Kinder angelernt werden, wo man Katzen zweckmäßig streichelt.

Kleiner Junge spielt mit Katzen

Ab einem Alter von etwa drei Jahren beginnen Kinder den Unterschied zwischen
dem felligen Mitbewohner und seinem Spielzeug oder seinen Stofftieren zu verstehen.

Die wenigsten Tiere dulden es, wenn Kinder sie unter dem Bauch streicheln. Auch die Pfoten sind nicht selten „verbotener Boden“. Kopf und Rücken – das sind die Sektoren, welche da Kind streicheln sollen dürfte. Dass es verboten sein muss, die Katze am Schwanz zu ziehen, sollte unnötig sein herauszustellen.

Die Ruhezeiten des Tieres vermitteln

Hygiene ist wichtig und drum muss das Kind verstehen, dass man sich nach dem Spielen mit dem felligen Hausbewohner stets die Finger wäscht. Nicht weil die Katze dreckig oder schmutzig ist, sondern weil man nicht mit dem Mund an Tierhaare kommen sollte.

Fressen oder trinken die Katzen, lösen sich in ihrer Toilette oder schlafen sie gar, müssen Kinder daran gewöhnt werden, dass dies Zeiten sind, in welchen man Katzen zufrieden lässt und nicht stört. Ist die Katze wach, kann man wunderbar mit ihr spielen. Dafür bietet sich auch bei kleinen Kindern schon das passende Angelspielzeug an, welches die Katze liebt.

Ganz wichtig: Kinder und Katzen werden gerne belohnt. Leckerchen für guten Umgang miteinander werden Kinder und Katzen sehr zu schätzen wissen!

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