Birmakatzen

Verspielt, verschmust und gesellig: die Birmakatze

Die Birma ist eine mittelgroße Rassekatze mit halblangem Haarkleid, die die Gesellschaft von Menschen und Artgenossen genießt. Sie ist verspielt, aber auch sanftmütig und unaufdringlich, was sie zu einem beliebten Familienmitglied macht. Im Aussehen erinnert die blauäugige Katze an eine Kreuzung aus Siam und Perser, auch charakterlich zeigt sie von beiden Rassen Züge.<7p>

Französische Schönheit

Die Birma zählt zu den mittelgroßen Rassekatzen. Gesunde Kater erreichen ein Gewicht von etwa sechs Kilogramm, Katzen etwa vier Kilogramm. Der Körper der Birma ist lang gestreckt und kräftig, die stämmigen Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine. Besonders auffällig sind die blauen, leicht mandelförmigen Augen der Katze, die harmonisch unter den kleinen, aber breit angesetzten Ohren liegen.
Das dichte, halblange Haarkleid ist seidig, am Kopf und den Beinen kürzer als am übrigen Körper, der Kragen ist ausgeprägt. Das Fell der Birma ist cremefarben, ein goldener Schimmer ist erwünscht. Kontrastreich heben sich Points an den weniger durchbluteten Körperpartien in Seal, Chocolate, Lilac, Red oder Blue ab, was die intensiv blauen Augen nochmals betont.

Birmakatze

Die Birmakatze ist verspielt, aber auch sanftmütig und unaufdringlich, was sie zu einem beliebten Familienmitglied macht.

Ausgeglichener Zeitgenosse

Charakterlich liegt die Katze zwischen dem aktiven Wesen der Siam und dem sanftmütigen der Perser: Liebhaber der Birma wissen ihre Ausgeglichenheit und verspielte Freundlichkeit zu schätzen. Sie ist Menschen und Artgenossen gegenüber sanftmütig und möchte nicht alleine bleiben. Berufstätige Menschen sollten ihr daher die Gesellschaft anderer Katzen gönnen. Die verschmuste Katze zeigt kaum dominantes Verhalten oder Sturheit, auch mit Kindern kommt sie meist zurecht. Vor allem Jungtiere sind sehr verspielt, im Alter lässt die Aktivität etwas nach. Freigang benötigt die Rassekatze nicht unbedingt, einen Platz am Fenster oder einen gesicherten Auslauf genießt sie jedoch. In der reinen Wohnungshaltung sollten Spiel- und Klettermöglichkeiten vorhanden sein. Obgleich die Birma eine anhängliche Katze mit einem ausgeprägten Bedürfnis nach Zärtlichkeit ist, ist sie eher unaufdringlich.

Ursprungsland Frankreich

Vermutlich stammt die Birma von einer zufälligen Verpaarung einer Siam- und einer Perserkatze ab. Die gezielte Zucht begann um 1920 herum in Frankreich, wo die Rassekatze bereits 1925 anerkannt wurde. Ihre hübsche Zeichnung verdankt sie der Einkreuzung von Persern mit Points. Die offizielle Anerkennung in Großbritannien erfolgte 1966, in den USA wird die Rassekatze seit 1967 geführt. In Deutschland bedeutete der Zweite Weltkrieg zunächst das Aus für die Zucht der Birma, erst in den 60er Jahren wurde sie mit Elterntieren aus Frankreich fortgesetzt.

Wenig pflegeintensiv und robust

So verschmust die Katze ist, so wenig pflegeintensiv ist ihr Fell, da sie kaum Unterwolle hat. Ihr seidiges Haarkleid lässt nicht vermuten, wie widerstandsfähig der Gesundheitszustand der Rassekatze ist, sie neigt kaum zu Infektionskrankheiten. Es kann allerdings eine erblich bedingte Erkrankung des Nervensystems auftreten – die Hypomyelination. Diese äußert sich in spastisch wirkenden Koordinationsstörungen und tritt bereits bei Jungtieren auf. Im weiteren Verlauf kann es zur Epilepsie kommen, die Symptome können aber auch abklingen. Da die Aktivität der Katze im Alter nachlässt, sollte die Ernährung angepasst werden, um Übergewicht und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Heilige Birma

So verschmust die Birmakatze ist, so wenig pflegeintensiv ist ihr Fell, da sie kaum Unterwolle hat.

Teilalbinos

Bei der Rassekatze handelt es sich um einen Teilalbino. Die Jungtiere werden weiß geboren, erst später zeigen sich die schönen Points im Fell und die Grundfarbe kann leicht nachdunkeln. Welche Farbe die Zeichnung hat, wird also erst mit zunehmendem Alter ersichtlich.

Katze für Menschen mit viel Zeit

Wer viel außer Haus ist, sollte sich für eine weniger menschenbezogene Katze entscheiden, denn die gesellige Birma würde unter der Einsamkeit leiden. Der Zeitaufwand liegt bei der Rassekatze weniger in der Fellpflege, sondern in ihrem Bedürfnis nach Zärtlichkeit. Sie ist am liebsten ständig in der Nähe ihrer Menschen. Ist dies nicht möglich, sollten zumindest Artgenossen im Haus sein. Aufgrund ihres Sanftmutes lässt sich die Katze oft gut mit verträglichen Hunden vergesellschaften, was jedoch nicht die Zuwendung des Menschen oder die Nähe anderer Katzen ersetzt.

Bildquelle 1, 2: © Kitty / Fotolia.com #40347666
Bildquelle 3: © Enrico Radloff / Fotolia.com #17758265

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