Gefahren für Katzen

Gefahren für Katzen

Katzen sind in Deutschland die mit Abstand beliebtesten Haustiere. So lebten 2012 rund 12 Millionen Katzen in den deutschen Haushalten. Der Hund mit rund 7 Millionen Tieren folgte im großen Abstand. Katzen sind mit ihrer Mischung aus Anhänglichkeit, Eigensinn und Neugierde faszinierende Tiere. Solltest Du die überlegen ein solches Tier zu zulegen, so solltest Du einige Dinge beachten. Durch ihre sprichwörtliche Neugierde sind Katzen vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Wenn Du lange Freude an Deinem Tier haben möchtest, so musst Du insbesondere auf die Sicherheit Deines Tieres achten.

Gefahren in Küche und Bad

Bild Katzen lieben Fisch

Der Herdbereich in der Küche sollte für die Katze tabu sein.

Ähnlich wie bei kleinen Kindern sind die chemischen Putzmittel im Haushalt ein steter Quell der Gefahr für Katzen. Die Putzmittel führen, wenn sie getrunken werden, zu Verätzungen der Speiseröhre und des Magen-Darm-Bereichs. Außerdem sind viel Reinigungsmittel sehr giftig. Aus diesem Grund sollten Putzmittel fest verschlossen und außerhalb der Reichweite der Katze aufbewahrt werden. Auch wenn Du den Fußboden mit einem Reinigungsmittel wischst, sperre die Katze in ein anderes Zimmer. Katzen lecken den Boden oft ab und so kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Auch auf Spül- oder Duftsteine in der Toilette solltest Du verzichten. Katzen haben oft die Angewohnheit Wasser aus dem Toilettenbecken zu trinken und können sich so an den chemischen Substanzen vergiften.

Der Herdbereich in der Küche sollte für die Katze tabu sein. Wenn das Essen zubereitet wird, springen die neugierigen Tiere schon gerne in diesen Bereich. Sind dann die Herdplatten angeschaltet, kann es zu schmerzhaften Verbrennungen der Pfoten kommen. Bist Du um die Sicherheit Deiner Katze besorgt, solltest Du das Tier frühzeitig so erziehen, dass sie in diesem Bereich nichts zu suchen hat. Eine weitere Gefahrenquelle in der Küche sind herumliegende Plastiktüten. Die Katze kann sich darin verfangen und dann wohlmöglich ersticken.

Auch das Bad bietet Gefahrenquellen für eine Katze. Wenn Du die Angewohnheit hast schon lange vor einem Waschgang die Wäsche in die Waschmaschine einzusortieren, solltest Du vor der Bedienung der Maschine die Wäsche noch einmal gründlich kontrollieren. Katzen lieben es sich zwischen benutzter Wäsche einen Schlafplatz auszusuchen. Willst Du verhindern, dass Deine Katze ein „unfreiwilliges“ Bad nimmt, mit schlimmen Folgen für das Tier, so schließe immer die Tür des Geräts.

Gefahren durch ein angebliches Lieblingsspielzeug

Bild Katzenbaby mit dem roten Knäuel

Die Wollknäuels sind für die Tiere sehr gefährlich. Die Katzen kauen auf der Wolle herum und schlucken diese herunter.

Im Allgemeinen gilt ein Wollknäuel als eines der beliebtesten Katzenspielzeuge. Das rollende Knäuel weckt den Jagdinstinkt der Katze und es ist wirklich sehr putzig anzusehen, wenn das Kätzchen damit spielt. Doch die Wollknäuels sind für die Tiere sehr gefährlich. Die Katzen kauen auf der Wolle herum und schlucken diese herunter. Dadurch kann es zu Verschlingungen im Darm kommen. Wenn Du merkst, dass Deine Katze ein Wollfaden verschluckt hat, versuche ihn nicht wieder herauszuziehen. Der Faden kann sich dann in den Darm einschneiden und diesen beschädigen. In schlimmen Fällen hilft dann nur noch der Gang zum Tierarzt, wo dann das Tier operiert werden muss.

Geruchsempfindlichkeit bei Katzen

Katzen sind sehr stark geruchsempfindlich. Ihr Geruchssinn ist ungefähr zehnmal stärker, als bei uns Menschen. Gerade auf Düfte, die wir als angenehm empfinden, reagieren sie allergisch. So sollte man in einem Haushalt mit einer Katze auf künstliche Frischluftspender, aber auch auf Duftkerzen verzichten. Auch viele Duftstoffe aus ätherischen Ölen vertragen Katzen nicht. Genannt seien hier Zimtöl, Oreganoöl und Teebaumöl. Besonders Letzteres kann zu schweren Vergiftungserscheinungen bei den Katzen führen. Haushalte in denen starke Raucher leben, sollte sich keine Katze zulegen. Der Zigarettenrauch ist für die Tiere extrem schädlich. So haben Katzen ein doppelt so hohes Krebsrisiko als Menschen. Die Gefahr an Krebs zu erkranken verstärkt sich noch für die Tiere, je mehr Raucher in dem Haushalt leben. Katzen nehmen die gefährlichen Rußpartikel nicht nur bei der Atmung ein, sondern auch bei ihren ausgiebigen Putzritualen.

Gefahren bei Fenstern und Balkonen

Bild Weiße Perserkatze guckt aus dem Fenster.

Eine besondere Gefahr für Katzen sind Kippfenster.Die Folgen können dramatisch sein.

Eine besondere Gefahr für Katzen sind Kippfenster. Tierärzte sprechen deswegen häufig vom „Kippfenstersyndrom“. Ist ein Fenster in Deiner Wohnung gekippt, stellt sich die Katze auf der Fensterbank auf die Hinterbeine und versucht sich durch den Fensterspalt hindurchzuzwängen. Der schmale Kopf der Katze passt meistens durch den Spalt. Häufig jedoch rutscht die Katze ab und verklemmt sich in der sich in der nach unten verjüngenden Öffnung. Die Folgen können dramatisch sein. Es kann zu Lähmungen und inneren Blutungen kommen, so dass dem Tierarzt oft nichts anderes übrig bleibt, als das Tier einzuschläfern. Um die Gefahr für die Katze auszuschließen, sind im Fachhandel spezielle Gitter für Kippfenster erhältlich. Eine preiswertere Variante ist, wenn Du eine Decke oder ein Kissen in den unteren Teils des Spalts legst.

Den meisten ist bekannt, dass Katzen bei einem Sturz sich in der Luft drehen können, damit sie dann auf den Füßen landen. So wird die Verletzungsgefahr minimiert. Trotzdem sind Stürze vom Balkon eines der häufigsten Todesursachen von Katzen. Der Grund dafür ist, dass die meisten Balkons eine zu niedrige Höhe haben. Katzen brauchen um die Drehung ideal durchführen zu können eine Mindesthöhe von 3 Metern. Wenn die Katze keine Chance hat sich zu drehen, schlägt sie mit einem anderen Körperteil auf und es kann zu den tödlichen Verletzungen kommen. Mit speziellen Netzen, die Du im Fachhandel erhältst, kannst Du Deinen Balkon katzensicher machen.

Der menschliche Haushalt bietet für die Katzen zahlreiche Gefahren. Doch wenn Du auf die Sicherheit Deiner Katze achtest, werden Du und Dein Tier viel Freude miteinander haben.

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