Ernährung

Katzen richtig ernähren

Nicht nur für Menschen ist eine ausgewogene Ernährung wichtig: Auch bei Katzen bildet sie die Grundlage für ein langes Leben und eine gute Gesundheit. Aus Gründen der Einfachheit und mangels besseren Wissens setzen viele Katzenhalter auf industriell gefertigtes Katzenfutter. Mit einer artgerechten Fütterung hat das allerdings nur wenig zu tun. Die natürliche Ernährung wiederum erweist sich oftmals nicht als praktikabel. Vor diesem Hintergrund gilt es, einen guten Kompromiss zu finden.

Rohfütterung kommt dem natürlichen Bedürfnis entgegen

Katzen sind Jäger: In der freien Wildbahn erlegen sie ihr Futter selbst. Sie ernähren sich von Mäusen, Vögeln und anderen kleinen Säugetieren. Diesem natürlichen Trieb wird die Rohfütterung am ehesten gerecht. Servieren Sie Ihrem Stubentiger daher möglichst oft frisches Fleisch, welches Sie in maulgerechte Stücke zerlegt haben. Gut geeignet sind zum Beispiel Rind, Lachs, Pute und Hähnchen. Rohes Schweinefleisch hingegen hat im Fressnapf nichts zu suchen – hier droht die Gefahr einer tödlichen Infektion mit dem Aujeszky-Virus. Ist das Fleisch gut durchgegart, kann es durchaus als Katzenfutter verabreicht werden.

Vorsicht vor gekochten Knochen

Ein Risiko stellen auch gekochte Knochen dar: Diese können splittern und Verletzungen hervorrufen. Im Gegensatz zu Hunden fressen Katzen kein Aas. Daher sollte stets die benötigte Menge frischen Fleisches im Kühlschrank vorrätig sein.

Katzen dürfen Milch trinken

Milch ist nicht verboten für Katzen, denn jede Katze reagiert anders. Wir empfehlen: Testen Sie mit geringen Mengen die Verträglichkeit.

Die Größe der Ration hängt dabei vom Alter, dem individuellen Stoffwechsel und der körperlichen Aktivität des Tieres ab. Schwankungen zwischen 150 und 500 Gramm pro Tag sind möglich. Freilaufende Katzen mit viel Bewegung brauchen grundsätzlich höhere Mengen als Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden.

Katzen dürfen Milch trinken – wenn sie sie vertragen

Auch Milch darf – anders als oftmals angenommen – gegeben werden. Da viele Katzen jedoch empfindlich reagieren und Durchfall bekommen, empfiehlt sich zunächst ein vorsichtiger Test.

Fertigfutter aus Dosen und Beuteln

Industriell hergestelltes und in Konserven oder Beuteln verpacktes Katzenfutter hat einen entscheidenden Vorteil: Es ist einfach zu rationieren und verursacht kaum Aufwand. Wirklich gesund ist es allerdings nicht – häufig ist Zucker enthalten. Auch wird regelmäßig mit Farb- und Konservierungsstoffen gearbeitet. Bei der Wahl des Katzenfutters sollte daher stets auf die Inhaltsstoffe geachtet werden.

Katzenfutter Nassfutter

Industriell hergestelltes Futter kann durch fein geraspeltes Obst oder Gemüse, durch Hüttenkäse, Reis oder andere Nahrungsmittel angereichert werden.

Trockenfutter als Hauptnahrung nicht geeignet

Grundsätzlich gilt: Feuchtfutter ist eher zu empfehlen als Trockenfutter. Dies ist zu einem großen Teil auf den Wasseranteil zurückzuführen. Da die Feuchtigkeit dem Trockenfutter auf bis zu zehn Prozent entzogen ist, müssen Katzen sehr viel mehr trinken. Auf jedes Gramm Trockenfutter kommt hier in etwa die drei- bis vierfache Menge Wasser. Wird der Bedarf nicht gedeckt, führt dies zu stark konzentriertem Urin. Dieser wiederum ist als Auslöser für Harnsteine und Harngrieß bekannt. Als Hauptnahrung ist Trockenfutter daher schlichtweg nicht geeignet.

Übergewicht bei Katzen

Feuchtfutter enthält zwar deutlich mehr Wasser, ist aufgrund der weichen Konsistenz allerdings nicht dazu in der Lage, der Bildung von Zahnbelägen entgegenzuwirken. Ein weiteres Problem von Feucht- und Trockenfutter sind die enthaltenen Geschmacksverstärker und Lockstoffe. Sie können das Sättigungsgefühl stören und damit zum Übergewicht führen. Gerade beim Dosenfutter lassen sich deutliche Qualitätsunterschiede feststellen. Möchten Sie auf diese Art der Ernährung nicht verzichten, sollten Sie auf die Zusammensetzung achten. Je höher der Anteil hochwertigen Fleisches ist, desto gesünder ist das Katzenfutter.

Auch Käse, Reis oder Gemüse sind erlaubt

Sonstige Zutaten wie etwa Käse, Reis oder Gemüse dürfen enthalten sein, sollten allerdings nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtmenge ausmachen. Wechseln Sie das Futter immer wieder ab, um geschmackliche Anreize zu bieten und eine bestmögliche Ernährung sicherzustellen.

Katzenfutter - Trockenfutter

Katzen, die viel Trockenfutter zu sich nehmen, müssen um so mehr Wasser trinken, um den Feuchtigkeitshaushalt ihres Körpers wieder auszugleichen.

Gerne können Sie das Industriefutter auch durch fein geraspeltes Obst oder Gemüse, durch Hüttenkäse, Reis oder andere Nahrungsmittel anreichern.

Häufigkeit der Fütterung

Es ist nicht wichtig, dass das Katzenfutter ständig verfügbar ist. Wohl aber sollten Sie sich nach Möglichkeit an Fütterungsgewohnheiten halten: Stellen Sie das Katzenfutter mindestens zwei oder drei Mal täglich zur gleichen Zeit bereit. Heranwachsende Tiere müssen noch häufiger gefüttert werden. Achten Sie darauf, dass das Futter Zimmertemperatur hat.

Einen Kompromiss finden

Feucht- und Trockenfutter sind zur Ernährung von Katzen nur bedingt geeignet. Das beste Katzenfutter ist rohes Fleisch – es kommt dem natürlichen Bedürfnis der Tiere am nächsten. Die Fütterung ist jedoch mit einigem Aufwand verbunden. Zum Wohle der Katzen gilt es, einen guten Kompromiss zu finden.

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  1. […] grade wenn Du Freigänger hast , die umgestellt werden und in der Wohnung bleiben müssen. Katzen richtig ernähren – Katzenfutter und artgerechte Ernährung Ich bin davon überzeugt , Du bekommst das hin. Ich drücke Dir die Daumen und hoffe das die […]

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