Katzenfotografie

Attraktive Motive professionell ablichten

Elegant, anmütig, verspielt, kuschlig oder wild – das faszinierende Wesen der Katzen zeigt sich überaus facettenreich. Das bildliche Festhalten dieser spannenden Eindrücke stellt auch erfahrene Fotografen vor Herausforderungen. Doch welche sind das? Und wie lassen sie sich so meistern, dass anspruchsvolle Samtpfoten-Fotografien entstehen? Um ansprechende Katzenfotos zu erschaffen, ist es wichtig:

– die richtigen Kameraeinstellungen zu wählen,
– verschiedene Positionen von Fotograf und Katze zu nutzen,
– die Besonderheiten von Katzenbabys bei einer Kittenfotografie im Blick zu haben,
– die Eigenheiten erwachsener und auch älterer Katzen zu beachten,
– zu wissen, welche Instruktionen ein Katzenanimateur (falls vorhanden) erhalten sollte,
– die Tipps und Tricks für die Outdoor- und Studiofotografie zu kennen,

Grundsätzlich gilt bei jeglicher Art von Tier Fotografie. Es werden nur ausgezeichnete Fotoergebnisse erzielt, wenn sich ein Tier wohlfühlt. Auch wenn die Katzenfotografie im Auftrag eines Tierbesitzers durchführt wird, sollte das fotokünstlerische Vorhaben abgebrochen werden, wenn die Katzen nicht mitarbeiten wollen oder Angst haben. In solch einem Fall empfiehlt es sich, alternative Fotografie Situationen zu finden, die mehr Vertrauen zwischen den Tieren und dem Fotografen ermöglichen.

Die richtigen Kameraeinstellungen wählen

Katzenbabys

Bei der Tierfotografie kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und viel ausprobieren, natürlich nur mit Einverständnis des Stubentigers.

Hochwertige Digital-Reflexkameras verfügen über verschiedene Einstellungsmodi, die durchaus zu attraktiven Bildergebnissen führen. Doch die manuelle Einstellung von:

– Fokus
– Belichtungszeiten und
– Blende

kann die Qualität der besten Automatik immer noch weit übertreffen. Die Arbeit mit diesen Größen erfordert allerdings ein hohes Maß an Erfahrung, die passionierte Fotografen nach und nach immer instinktiver nutzen.

Bei Nahaufnahmen sollte der Fokus stets auf den Augen liegen. Das Zusammenspiel von Blende und Belichtungszeit wirkt sich entscheidend auf die Präsenz eines Bildes aus:

– Große Blenden und kurze Belichtungszeiten lassen den Hintergrund verschwimmen und frieren die Bewegung optisch scharf ein.
– Lange Belichtungszeiten und kleine Blenden stellen den Hintergrund scharf und lassen bewegte Tiere im Vordergrund verwischen.

In der Tier Fotografie kommen überwiegend kurze Belichtungszeiten zum Einsatz. So werden sogar einzelne Wassertropfen sichtbar, die gerade vom einem Grashalm oder vom Fell herunter laufen.

Verschiedene Positionen von Fotograf und Katzen nutzen

Das Geheimnis einer gelungenen Tier Fotografie liegt oft in ihrer Perspektive. Befindet sich der Fotograf in Augenhöhe des Tieres entstehen Bilder, die die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen. Fotografieren in Bauchlage ist somit in der Katzen Fotografie ganz normal. Das ist vor allen Dingen dann der Fall, wenn der tudiotisch oder ein andere hergerichtete Shooting Location einer Katze nicht behagt.

Die Besonderheiten von Katzenbabys bei einer Kitten Fotografie im Blick haben

Babykatzen sind sehr fotogen und geben ein schönes Motiv ab.

Katzenbabys zählen zu den schönsten Motiven der Tier Fotografie. Bei den Fototerminen ist allerdings mit größter Vorsicht vorzugehen. Zu lange Fotoshootings sorgen besonders bei Katzen unter sechs Wochen für unnötigen Stress, der sich auch nachteilig auf die Gesundheit der kleinen Katzenbabys auswirken kann. Katzenkinder, die jünger als fünf Wochen sind, lassen sich nicht durch Spielzeuge animieren. Ihr Seh- und Hörsinn sind entwicklungsbedingt noch nicht auf Empfang eingestellt. Mehrere kleine Kitten mit Blickrichtung in die Kamera zu fotografieren, ist demzufolge eher eine Frage des glücklichen Zufalls als des fotografischen Könnens.

Niedlich, zutraulicher und sehr neugierig zeigen sich die meisten Kitten im Lebensalter von sieben bis zehn Wochen. Sie eignen sich für die Fotografie von Katzenbays hervorragend, wenn sie nicht zu ängstlich sind. Sobald ein Katzenbaby traurig nach der Mama schreit, ist eine Pause oder die Wahl eines anderen Kitten angesagt. Katzen, die sich im Shooting nicht wohlfühlen, sollten nicht unnötig dieser für sie unsicheren und bedrohlichen Situation ausgesetzt werden. Dies bringt keine schönen Fotos und kann auch ihre Entwicklung langfristig negativ beeinflussen.

Die Eigenheiten erwachsener Katzen beachten

Katzen gehören zu den eigenwilligsten Fotomodellen in der Tier Fotografie. Was Sie nicht mögen, lassen Sie auch nicht zu. Dies gestaltet die künstlerische Arbeit mit Ihnen sehr spannend und erfordert Geduld. Teilweise müssen Fotografen diese Eigenheiten einfach akzeptieren und andere Wege finden, um eine glanzvolle Fotografie zu erhalten. Auch das Alter von Katzen spielt bei der Fotografie eine wichtige Rolle. Möchten Sie ein entspannt, schlafende Katze ablichten, ist die Arbeit mit älteren Katzen Modellen empfehlenswerter als mit agilen Jungkatzen.

Weiterhin sind die Adressaten für die jeweilige Katzen Fotografie bei der Wahl der Bildperspektiven entscheidend. Sollen die Rassemerkmale einer Katze im Mittelpunkt stehen, so liegt der Fokus beispielsweise auf der Form des Kopfes. Um diese hervorzuheben, ist die Fotografie leicht unterhalb des Kinns ratsam. Ungünstige Perspektiven können die Proportionen schnell vollkommen anders erscheinen lassen, als sie real sind.

Instruktionen, die ein Katzen Animateur erhalten kann

Katzenbabys mit Spielzeug sind besonders niedlich anzusehen.

Für eine Fotografie, die eine Katze in Bewegung und Spiel zeigen sollen, ist es oft hilfreich einen Katzenanimateur mit zum Fotoshooting zu nehmen. Er kann beispielsweise verhindern, dass kleine Katzenkinder den Studiotisch während der Fotosession unsanft verlassen. Zusätzlich ist er eine Hilfe, wenn eine Katze an einer bestimmten Stelle fotografiert werden soll, da er sie immer wieder an den gewünschten Ort zurückbringen kann. Die bedeutendste Aufgabe des Katze Animateurs besteht darin, das vierbeinige Fotomodell spielerisch zu den Posen zu bewegen, die sich der Fotograf bzw. der Auftraggeber der Katzenfotos wünscht.

Tipps und Tricks für die Outdoor- und Studiofotografie

Ob eine Katze draußen, daheim oder im Studio fotografiert werden soll, dass hängt von dem Zweck und den Vorlieben des Fotografen bzw. des Auftraggebers der Fotos ab. Die Situation Zuhause ist für die Katze meist die vertrauteste. Die Lichtverhältnisse und das Ambiente sind jedoch nicht immer für die gewünschten Hochglanzfotos geeignet.

Outdoor fühlen sich viele Katzen ebenfalls sicher und stehen mehr oder weniger geduldig Modell. Das Zusammenspiel mit der Natur in Verbindung mit natürlichen Lichtverhältnissen wirkt sehr reizvoll und verleiht einer Fotografie einen hohen Grad an Lebendigkeit. Die besten Lichtverhältnisse herrschen zwischen 11 und 15 Uhr. Auch die Zeit der Morgen- und Abend-Dämmerung kann sehr eindrucksvoll sein. Spielangebote sind in der freien Natur meist unnötig, da Katzen dort unterschiedlichsten Aktivitäten nachgehen. Entscheidet sich allerdings das Katzen Modell, die Flucht zu ergreifen bzw. auf ihre gewohnten Streifzüge zu gehen, ist das Outdoor-Fotoshooting schnell beendet.

Das Studio birgt das höchste Risiko, dass eine Katze sich unwohl fühlt. Die Umgebung und die Gerüche sind vollkommen neu. Das empfinden viele Katzen als bedrohlich. Bei Katzenwelpen bis zur zehnten Lebenswochesiegt meist die Neugier über die anfängliche Angst – sodass gerade bei kleineren Katzen eine Studio Fotografie durchaus erfolgreich sein kann. Oft gibt es unter den Rassekatzen Naturtalente, die das Studio selbstbewusst als ihre Bühne begreifen.

Ob Outdoor, Zuhause oder im Studio – in vielen Fällen bewähren sich die folgenden Tricks in der KatzenFotografie:

1. Fotografie Tipp: Ablenkung und Spielen

Mit dem passenden Spielzeug, wie kleine Angeln und Wedeln, können Sie:

– Katzen von ihrer Angst ablenken,
– in die richtigen Positionen und
– putzigen Posen bringen.

2. Fotografie Tipp: Geräusche verwenden

Um Ohren, Kopf und Augen in die gewünschte Richtung zu bringen und Spannung im Körperausdruck zu erzeugen, hilft es oft, mit einem Geräusch (nicht laut und erschreckend) die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

3. Fotografie Tipp: Kuscheln und Zärtlichkeiten

Etwas Zuwendung von vertrauten Personen nimmt die Angst und entspannt viele Katzen auch in zunächst ungewohnten Situationen.

4. Fotografie Tipp: Pausieren und vertraute Orte nutzen

Ist das Katzen Modell vollkommen gegen das Fotoshooting, hilft eventuell eine Pause. Zieht sich die Katze dann an ihre Lieblingsorte zurück, kann die Foto-Session zunächst an dieser Stelle weitergeführt werden.

5. Fotografie Tipp: Leckere Bestechungen

Auch wenn sie bei vielen Katzen nicht so effektiv wie bei Hunden wirken: Leckerlis sollten bei keinem Shooting fehlen und sind immer einen Versuch wert. Das gleiche gilt auch für den, von manchen Katzen als überaus betörend wahrgenommenen, Katzenminzeduft.

Bildquelle 1: © tankist276 / Fotolia.com #45670323
Bildquelle 2: © Cherry Merry / Fotolia.com #58448902
Bildquelle 3: © liliya kulianionak / Fotolia.com #49287770
Bildquelle 4: © Larisa Kursina / Fotolia.com #46245565

Hier gibt es bisher noch keine Kommentare.

Hinterlasse einen Kommentar