Katzenkrankheiten-Niereninsuffizienz

Niereninsuffizienz – eine häufige Krankheit bei Katzen

Bei Katzen wird zwischen der akuten und der chronischen Niereninsuffizienz unterschieden. Beide können drastische Folgen haben, denn die Niere ist dann nicht mehr in der Lage, Giftstoffe auszuscheiden. Eine Funktionsstörung der Niere beeinträchtigt den gesamten Stoffwechsel der betroffenen Katzen, unbehandelt endet die Krankheit mit dem Nierenversagen und schließlich mit dem Tod des Tieres.

Aufgabe der Nieren

Die Nieren filtern bei Katzen Abfallprodukte und Giftstoffe aus dem Blut, die anschließend mit dem Urin ausgeschieden werden. Bei einer Niereninsuffizienz ist diese Funktion gestört, was zu einer langsamen, aber stetigen Vergiftung führt. Dies macht sich in Folgeerkrankungen bemerkbar. Eine Niereninsuffizienz bei Katzen ist meist nicht heilbar, der Verlauf kann jedoch durch Medikamente und eine Umstellung der Ernährung aufgehalten werden.

Ursachen

Eine Niereninsuffizienz tritt bei Katzen oft im Alter auf, meist nach dem 10. Lebensjahr. Daneben kann eine unbehandelte Harnwegsinfektion zu einer Funktionsstörung der Nieren führen, wenn die Bakterien übertragen werden. Weitere Ursachen können zu eiweißhaltiges Futter, eine Schilddrüsenüberfunktion, Chemikalien und Medikamente sein.

Symptome

Trinkende Katze

Wenn Katzen mehr als üblicherweise trinken, kann dies auf eine Niereninsuffizienz hinweisen.

Wenn Katzen mehr trinken als üblicherweise, kann dies ein erstes Zeichen für eine Niereninsuffizienz sein. Mit der Flüssigkeitsaufnahme steigt auch der Harnabsatz. Im weiteren Verlauf kann sich Blut im Urin zeigen, viele Katzen haben Mundgeruch.

Werden betroffene Katzen nun nicht behandelt, macht sich die Niereninsuffizienz in weiteren Symptomen wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Apathie, möglicherweise auch Erbrechen und Durchfall bemerkbar. Trotz der vermehrten Flüssigkeitsaufnahme trocknen an Niereninsuffizienz erkrankte Katzen innerlich aus und versterben ohne tierärztliche Hilfe durch den Flüssigkeitsverlust und die Vergiftung.

Diagnose

Der Tierarzt wird bei dem Verdacht auf eine Nierenfunktionsstörung zunächst die Organe abtasten. Endgültigen Aufschluss geben ein Blutbild und eine Harnuntersuchung, in Einzelfällen kann auch Ultraschall oder eine Röntgenaufnahme zur sicheren Diagnose beitragen.

Die Behandlung

Wie die Niereninsuffizienz behandelt wird, hängt von der Ursache und dem Zustand der Katze ab. Als erste Maßnahme wird die Katze stabilisiert, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Eine akute Erkrankung kann möglicherweise mit Medikamenten behandelt werden, eine chronische Funktionsstörung erfordert eine dauerhafte Umstellung der Ernährung. In der Regel verordnet der Tierarzt ein spezielles Diätfutter mit reduziertem Phosphor- und Eiweißgehalt. Obgleich Eiweiß die Nieren belastet, muss die Katze noch eine Mindestmenge aufnehmen, andernfalls würde sie physisch weiter abbauen. Um den Stoffwechsel anzuregen, sollte das Futter ungesättigte Fettsäuren enthalten. Rohfasern sind wichtig, da diese die von der Niere ungefilterten Giftstoffe binden können, so dass diese trotz der Funktionsstörung ausgeschieden werden.

Fortschreiten der Krankheit aufhalten

Bild Niereninsuffizienz bei Katzen

Bei der Krankheit Niereninsuffizienz bei Katzen ist es wichtig, schnell den Arzt aufzusuchen.

Eine chronische Niereninsuffizienz ist nicht heilbar. Wird die Katze jedoch konsequent mit geeignetem Diätfutter ernährt, kann der Verlauf aufgehalten werden. Die Nieren werden dadurch entlastet und die begleitenden Symptome lassen sich lindern. Ist eine Schilddrüsenüberfunktion ursächlich, erhält die Katze außerdem Medikamente, die die übermäßige Hormonproduktion stoppen. Bei einer bakteriellen Infektion wird diese neben der Ernährungsumstellung behandelt. Das Fortschreiten der Erkrankung muss unbedingt verhindert werden, da die Katze andernfalls an den Folgen verstirbt.

Lebensqualität erhalten

An Niereninsuffizienz erkrankte Katzen haben ausgezeichnete Chancen auf uneingeschränkte Lebensqualität, sofern die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt wird. Dies ist nicht ganz einfach, denn die Funktionsstörung macht sich nur schleichend bemerkbar. Bei dem kleinsten Verdacht sollte daher umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Hier gilt: lieber einmal zu viel, als zu wenig. Sobald die Katze also außergewöhnlich viel trinkt und mehr Harn absetzt, als zuvor, ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich. Um die Diagnose zu beschleunigen, kann gleich eine Urinprobe mitgenommen werden, die der Tierarzt im Labor untersucht. Je später die Erkrankung bemerkt und behandelt wird, umso schlechter stehen die Chancen für die Katze! Auf eine strikte Einhaltung der Diät sollte geachtet werden, denn jede unnötige Belastung der Nieren und des Stoffwechsels mindert die Lebensqualität und kann zum Fortschreiten der Niereninsuffizienz beziehungsweise im Extremfall zum Nierenversagen führen.

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