Wohnungshaltung

Wohnungshaltung bei Katzen

In der Stadt ist die Wohnungshaltung die übliche Form, das Zusammenleben mit einer Katze zu gestalten. Vor allem berufstätigen Menschen eröffnet diese Art der Katzenhaltung die Möglichkeit, ihr Leben mit einem Hausgenossen zu teilen, der mehrere Stunden alleine gelassen werden kann, wenig Ansprüche stellt und durch das Zusammenleben meist eine enge Bindung zum Menschen entwickelt. Bei der Wohnungshaltung von Katzen sollte allerdings berücksichtigt werden, dass für das Wohlbefinden der Katze nicht nur die Größe der Wohnung, sondern auch die Qualität des Lebensraumes entscheidend ist.

Wie groß muss die Wohnung sein?

Wohnungshaltung bei Katzen

Wohnungshaltung bei Katzen

Bei der Wohnungshaltung einer Katze sollte die Wohnungsgröße mindestens 50m² betragen, für jede weitere Katze ist mindestens 10m² zusätzlicher Wohnraum für die Katzenhaltung einzukalkulieren. Neben der Wohnungsgröße ist es auch wichtig, Katzenhaltung in artgerechter Form zu betreiben, was unter anderem bedeutet, dass für ausreichende Abwechslung gesorgt sein muss, damit der Spieltrieb sowie die natürliche Neugier der Katze befriedigt werden kann.

Dies ist vor allem bei der Wohnungshaltung ein wichtiger Punkt. Auch ist bei der Katzenhaltung der individuelle Charakter des Tieres entscheidend, temperamentvolle oder junge Katzen brauchen bei Wohnungshaltung mehr Platz, als sehr ruhige oder alte Tiere.

Gestaltung des Katzenterritoriums

In jedem Fall sollte bei der Katzenhaltung darauf geachtet werden, dass mindestens zwei getrennte Räumlichkeiten zur Verfügung stehen und jene für die Katze wichtigen Einrichtungsgegenstände auf die Räumlichkeiten aufgeteilt sind. Ist nur ein Zimmer vorhanden, kann die Küche, das Bad oder der Flur als zusätzliches „Katzenterritorium“ ausgestaltet werden, die Wohnungshaltung einer Katze erfordert eben auch den einen oder anderen Kompromiss. Die Aufteilung der Bezugspunkte ist bei der Katzenhaltung insofern von Bedeutung, als eine Umgebung, die von der Katze von einem einzigen Punkt aus überblickt werden kann, für das Tier zu wenig Anreize bietet, denn eine Katze liebt es, ungewöhnliche und verborgene Dinge zu erforschen.

Schädliche Pflanzen für Katzen

Weihnachtsstern, Alpenveilchen und Gummibaum sind für Katzen schädlich.

Erweiterung des Wohnraums und schädliche Pflanzen

Eine Aufteilung ihres Lebensraumes bei der Wohnungshaltung führt dazu, dass die Katze ihre Aktivitäten verteilen und so ihrem Spieltrieb Rechnung tragen kann, wodurch auch bei der Wohnungshaltung niemals Langeweile aufkommt. Die regelmäßigen Kontrollgänge durch sämtliche Räumlichkeiten, die jede Katze unternimmt, stillen ihre natürliche Neugierde. An den Wänden in unterschiedlicher Höhe angebrachte Lauf- und Liegeflächen können bei der Wohnungshaltung den Lebensraum der Hauskatze zusätzlich erweitern. Bei der Katzenhaltung ist ferner zu beachten, dass bestimmte Pflanzenarten, wie Weihnachtsstern, Alpenveilchen oder Gummibaum für Katzen schädlich sind, diese Pflanzen sind daher aus der Wohnung zu entfernen.

Jagd- und Beutefangspiele trainieren Reaktionsfähigkeit und Schnelligkeit

Bei reiner Wohnungshaltung ohne Möglichkeit eines Freiganges sollte die Umgebung für die Katze so abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Weiße Perserkatze guckt aus dem Fenster.

Katzen sollten sich ihren Platz am Fenster, wenn möglich, selber aussuchen können.

Eine artgerechte Katzenhaltung sollte daher auch die tägliche Beschäftigung mit dem Tier unter Einbezug von Jagd- und Beutefangspielen umfassen. Dadurch werden Reaktionsfähigkeit und Schnelligkeit der Katze trainiert, bei derartigen Spielen sollte stets darauf geachtet werden, dass das gesamte Territorium der Wohnung einbezogen und artgerechtes Katzenspielzeug verwendet wird. Wichtig bei der Katzenhaltung ist auch, der Katze eine ausreichende Wahrnehmung der Außenwelt zu ermöglichen.

Lieblingsplatz: Fensterbank

Da für Katzen alles, was sich bewegt, grundsätzlich hochinteressant ist, sollten die Fensterbänke keinesfalls mit Pflanzen oder irgendwelchen Dekorationen verstellt werden, denn Katzen lieben es, an einem Fenster entlang zu laufen. Diese Position bietet aus Katzensicht den Vorteil, dass sowohl der Innenbereich der Wohnung, als auch das Geschehen außerhalb des Domizils eingesehen werden kann.

Bei der Katzenhaltung ist es darüber hinaus wichtig, der Katze die Möglichkeit zu geben, sich ihren Lieblingsplatz auf der Fensterbank selbst auszusuchen. Meist wird eine Stelle ausgewählt, die es der Katze ermöglicht, schnell auf Reize, wie etwa vorbeifliegende Insekten, zu reagieren, auch spielen Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung bei der Auswahl des bevorzugten Fensterplatzes eine Rolle.

Balkon mit Gitter sichern

Umfasst die Katzenhaltung mehrere Tiere, ist vor allem bei reiner Wohnungshaltung eine entsprechend größere Anzahl an Fensterplätzen vorzusehen. Denn Katzen liegen zwar gerne beisammen, mitunter möchten sie jedoch auch einen gewissen Abstand zueinander haben, in diesem Fall ist es wichtig, dass keine Gegenstände im Weg stehen. Steht für die Katzenhaltung überdies ein Balkon oder eine Terrasse zur Verfügung, so kann die Katze dort ihren Jagdtrieb ausgiebig befriedigen, indem sie etwa Insekten oder herabfallende Blätter erbeutet. Obwohl auch eine Katze in Wohnungshaltung weiß, ab welcher Höhe ein Sprung in die Tiefe für sie gefährlich ist, sollte zur Sicherheit ein Balkongitter oder eine ähnliche Absperrung angebracht sein, um zu verhindern, dass die Katze im Jagdfieber das Gleichgewicht verliert.

Rückzugsmöglichkeit bieten

Zentrales Erfordernis bei der Wohnungshaltung von Katzen und elementare Regel bei der Katzenhaltung ist die Schaffung einer Rückzugsmöglichkeit in Form eines trockenen und warmen Ruheplatzes. Wichtig bei der Katzenhaltung ist, dass die Katze sich dort absolut sicher und unbeobachtet fühlen kann, der Platz sollte sich daher in einem wenig frequentierten Bereich der Wohnung befinden und durch Möbel oder Wände vor Blicken geschützt sein, auch das Katzenklo sollte von dieser Stelle aus gut erreicht werden können. Sobald sich die Katze an ihren Ruheplatz zurückgezogen hat, sollte jede Kontaktaufnahme mit dem Tier unterbleiben. Artgerechte Wohnungshaltung erfordert auch das Anbieten von ausreichenden Kratzmöglichkeiten, denn das Schärfen der Krallen zählt zu den Grundbedürfnissen einer Katze. Fachgeschäfte für Katzenhaltung bieten zahlreiche unterschiedlich gestaltete Kratzbäume – oft in Verbindung mit Klettermöglichkeiten – an.

Nass- und Trockenfutter

Die Katzentoilette sollte sich an einem ruhigen Ort abseits der Futternäpfe befinden und täglich von Exkrementen gesäubert werden. Sowohl Trocken- als auch Nassfutter sollte bei der Katzenhaltung stets ausreichend angeboten werden, allerdings sollte auf die individuellen Vorlieben der Katze Bedacht genommen werden.

Napf mit leckerem Katzenfutter

Napf mit leckerem Katzenfutter

Für Katzen in Wohnungshaltung, die hauptsächlich Trockenfutter bevorzugen, sollte stets eine Schale Wasser bereitstehen, frisst das Tier vorwiegend Nassfutter, ist dies aufgrund des Wassergehaltes von Nassfutter nicht notwendig.

Es ist nicht zu empfehlen, Milch anzubieten, da die darin enthaltene Laktose in der Regel nicht gut vertragen wird. Im Fachhandel wird jedoch laktosefreie „Katzenmilch“ angeboten, welche für Katzen gut bekömmlich ist.

Fazit:

Das Zusammenleben mit einer Katze stellt eine Bereicherung für jeden Menschen dar. Obwohl die Katzenhaltung grundsätzlich mit keinem großen Aufwand verbunden ist, sind bei der Wohnungshaltung einer Katze einige Dinge zu beachten. Wichtig bei der Katzenhaltung ist vor allem eine abwechslungsreiche Gestaltung des Lebensraumes sowie eine aktive Beschäftigung mit dem Haustier um auch bei reiner Wohnungshaltung dem Jagd- und Spieltrieb sowie der angeborenen Neugierde von Katzen ausreichend Rechnung zu tragen.

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1 Comment

  1. Sunnycat sagt:

    Und auch nicht vergessen ein Kratzbaum für Ihre Katze. Es ist auch besser nicht nur einen Kratzbaum aufstellen, sondern kleinere in der Wohnung verteilen. Da freut sie sich bestimmt!

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